metro.polis 02/2020: HAMBURG

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Meilenweise Möglichkeiten

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Beschreibung

Wie setzt man sich mit einer Millionenmetropole auseinander, die nicht nur internationale Strahlkraft und Anerkennung genießt, sondern zu der auch jeder von uns eine mehr oder minder berechtigte Meinung hat, ein Gefühl, das aufkommt, sobald man ihren Namen ausspricht? Wie ein (neues) Bild einer Stadt entwerfen, das sich fernab etablierter Klischees rund um Franzbrötchen, Alsterschwänen, Schanzenviertel, Hafen, Reeperbahn und einem angespannten Wohnungsmarkt bewegt? Ganz einfach: indem wir unseren Blick neu ausrichten für die großen und kleinen Entwicklungen, die sich in der norddeutschen Hafenstadt vollziehen. Dazu zählen nicht nur große Masterpläne, auf Basis derer zum Teil vollkommen neue Stadtteile zum Wohnen, Leben und Arbeiten entstehen, sondern auch kleine, zunächst unscheinbare Impulse, die jedoch langfristig große Wirkung zeigen werden. Und so lohnt sich auch in einer Millionenstadt neben den unterschiedlichsten, großräumlichen Quartiersentwicklungen der Blick auf die kleinste Maßstabsebene: hin zu engagierten Aktivistengruppen, die sich für die Verbesserung der Müllsituation in Hamburgs Straßen, Parks und Gewässern einsetzen; hin zu breit angelegten Beteiligungsprozessen, mithilfe derer neue stadt- und landschaftsräumliche Verknüpfungsmöglichkeiten für mehr Aufenthaltsqualitäten rund um Großwohnsiedlungen aufgezeigt werden oder aber hin zu Bunkern, die zu neuen grünen Oasen werden; hin zu Docks, die verhüllt plötzlich zu architektonischen Highlights der Hafensilhouette werden; hin zu einem recycelten amerikanischen Pavillon der Expo in Mailand 2015, der in Hamburg zu einem neuen vitalen Stück Stadt am Schleusenkanal wird. Die Liste könnte noch meilenweit weitergeführt werden, obgleich eins ganz deutlich wird: Hamburg ist längst noch nicht auserzählt und beschränkt sich bei Weitem nicht auf das zunächst Offensichtliche; das Altbekannte. Es sind die unentdeckten Möglichkeiten; die lange bestehenden, aber ebenso lange nicht mehr wahrgenommenen Räume und Nischen, die die Stadt in Zukunft beschäftigen und vor allem bewegen werden – innerlich wie äußerlich.

Zusätzliche Information

Jahr

2020